Angelika Kohlmeier
PHOTONENSPUR UND PARAGRAPHEN
Vernissage und Künstlergespräch
am Sonntag, 26. April 2026 um 12 Uhr
in der Stadtkirche Darmstadt
Teilnahme ohne Anmeldung / kein Eintritt
Stadtkirche Darmstadt, An der Stadtkirche 1, 64283 Darmstadt



Zur Eröffnung der Ausstellung „PhotonenSpur und Paragraphen – Was bleibt vom politischen Geschehen in der Langzeitbelichtung“ laden wir herzlich in die Evangelische Stadtkirche Darmstadt ein.
Die Berliner Fotojournalistin und Künstlerin Angelika Kohlmeier richtet in ihrer aktuellen Arbeit einen ungewöhnlichen fotografischen Blick auf das politische Geschehen im Deutschen Bundestag. Mit einer analogen Lochkamera entstehen Langzeitbelichtungen von Plenarsitzungen, Ausschüssen und politischen Begegnungen – Bilder, in denen sich politische Bewegung als Spur im Raum einschreibt. >>Weitere Info zur Ausstellung.
Im Gespräch zur Ausstellung diskutieren Angelika Kohlmeier, der ehemalige Bundestagsabgeordnete und frühere Staatsminister für Europa Michael Roth sowie die Historikerin Dr. Martina Köchling über politische Bilder, demokratische Öffentlichkeit und die Frage, was von politischen Prozessen im Bild bleibt.
Die Ausstellung ist Teil des Programms der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 und versteht sich als Beitrag zum Themenfeld „Design for Democrac
Im Gespräch:
Begrüßung – Prof. Dr. Ralph Köbler, Kulturkirche Darmstadt
Moderation – Volker Frenzel und Dr. Roland Lentz, beide Vorstand Darmstädter Tage der Fotografie e.V.
Angelika Kohlmeier ist eine in Berlin arbeitende Fotojournalistin und Künstlerin, die mit ihrer aktuellen Fotoreportage an ihre langjährige Tätigkeit im politischen Berlin anknüpft. Ihre künstlerischen Arbeiten, losgelöst von der Auftragsfotografie, sind Ausdruck ihrer auf Langzeitstudien angelegten Bildreportagen von Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft sowie ihrer Auseinandersetzung mit sozialkritischen Themen. Gemeinsam mit Bernd Kohlmeier bildet sie ein Lebens- und Arbeitspaar, das sich seit mehr als zwanzig Jahren sowohl mit politischer als auch analoger und experimenteller Fotografie beschäftigt und dabei immer wieder technische Neuerungen integriert.
Michael Roth wurde 1970 im nordhessischen Heringen (Werra) geboren. Er gehört zu den profiliertesten Stimmen der Außen- und Europapolitik in Deutschland. Von 1998 bis 2025 vertrat er seinen hessischen Wahlkreis Werra-Meißner/Hersfeld-Rotenburg als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Hier kreuzten sich auch immer wieder die Wege mit Angelika Kohlmeier. Von 2013 bis 2021 war der Sozialdemokrat Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt. Bis zu seinem freiwilligen Ausscheiden aus dem Bundestag war er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Im Herbst 2025 erschien im C. H. Beck-Verlag sein von der Kritik hoch gelobtes autobiografisches Buch „Zonen der Angst“.
Dr. Martina Köchling stammt aus dem Ruhrgebiet, sie ist Historikerin. Nach mehreren Jahren der Forschung an der Ruhr-Universität Bochum zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte führte sie ihr Weg zur KfW nach Frankfurt. Hier hat sie als Expertin für Kommunikation in unterschiedlichen Funktionen an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft gearbeitet. Von 1999 bis 2009 war sie in Berlin für die KfW an der Kommunikation zwischen Politik und Bank maßgeblich beteiligt – in der spannenden Phase des Umzugs von Regierung und Parlament und der Herausbildung der neuen Hauptstadtgesellschaft. Seit dieser Zeit kennt sie Angelika Kohlmeier und ist mit ihrer Arbeit bestens vertraut.

